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XP-Mode bei Windows 7 – ein echter Mehrwert

11.02.10 (Allgemein)

Microsoft wird ja oft genug wegen ihrer fehlerhaften Software gescholten. Und das zurecht. Auch Windows 7 ist nicht fehlerfrei, gleichwohl bin ich davon begeistert. Bisher lief jede Software, die ich benötige, auch unter Windows. Doch bei einem Programm streikt Windows 7, und zwar der Winfuture XP Isobuilder. Der läuft wirklich nur unter XP, auch nicht unter Vista. Aber ich musste bei einer XP-CD S-ATA Treiber integrieren, dafür ist das Programm hervorragend geeignet. Und für Windows 7 gibt es keine vergleichbare Software, aber Microsoft hat ein Extra spendiert.

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Nämlich den sog. Windows XP Mode. Das ist nichts anderes, als eine virtuelle Maschine, die gestartet wird. Das ist nicht neu, aber es war für mich unheimlich praktisch. Denn so musste ich nicht extra eine virtuelle Maschine installieren, nebst Windows XP, um dann möglicherweise doch Probleme mit dem Iso-Builder zu bekommen. Microsoft bietet den XP-Mode nur für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate an. Schon ein bisschen hart, wenn man bedenkt, dass sehr viele PC’s mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium verkauft werden. Und eine andere Voraussetzung gibt es, sonst kann man den XP Mode nicht installieren: Der Prozessor muss Intel-VT oder AMD-V unterstützen. Und das können nicht alle bzw. – noch gemeiner – manche Hersteller sperren die Option, diese Funktion zu aktivieren. Das muss man ohnehin machen, da sie standardmäßig aus Sicherheitsgründen deaktiviert ist. Ich habe Glück, bei meinem Sony Vaio kann man im Bios die Intel Vitualization aktivieren. Um herauszufinden, ob der PC für den XP Mode geeignet ist, kann man das „Hardware-Assisted Virtualization Detection Tool“ von Microsoft benutzen.

Wenn die Voraussetzungen stimmen, dann geht es folgendermaßen los:

Man muss sich 2 Dateien von Microsoft herunterladen und nacheinander installieren. Nach einem Neustart hat man im Startmenu den Ordner Windows Virtual PC mit dem Unterordner XP Mode:

Klickt man „Windows XP Mode“ an, wird XP auf die virtuelle Maschine installiert. Das passiert weitgehend automatisch und wirklich schnell. Das Ganze hat nach dem Herunterladen der beiden Dateien 30 Minuten gedauert, dann konnte ich Windows XP starten und bekam dieses Bild:

Genialerweise werden bei der Installation von Windows XP automatisch die Laufwerke des „Wirtscomputers“ als Netzlaufwerke angelegt. Das Ganze läuft über Remote Desktop. Das muss aber den Anwender nicht interessieren, man hat vollen Zugriff auf die Daten:

Nun konnte ich endlich den XP-Isobuilder installieren, was tadellos klappte. Ich nutze das Programm, um S-ATA-Treiber in eine Windows XP-CD zu integrieren. Bei einer Installation von XP auf neueren Rechnern kann es passieren, das die Original-CD keine Festplatten erkennt, weil die Treiber auf der CD fehlen. Das Programm kann noch viel mehr, aber ich benutze nur die Treiberintegration. Wer sich darüber weitgehender informieren möchte, es gibt ein gutes Forum. Jedenfalls erstellte ich mit der Software eine *.iso-Datei, die ich dann unter Windows 7 gebrannt habe. Die CD funktionierte einwandfrei und XP wurde auf dem betreffenden Rechner fehlerlos installiert.
Da ich momentan für den XP Mode keine weitere Verwendung habe, weiss ich nicht, was sonst noch alles geht bzw. nicht geht. Aber allein für den Isobuilder hat es sich gelohnt.

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