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Windows 7 PC „friert“ nach 1-2 Minuten ein – in diesem Fall war die Lösung einfach

14.04.11 (PC Probleme)

Ein Kunde brachte mir seinen 6 Monate alten Acer Desktop-PC mit dem Problem, dass 1-2 Minuten nach dem Hochfahren der Rechner gnadenlos einfriert. Soll heissen, die Maus bewegt sich nicht mehr und der Rechner reagiert auf keinerlei Tastatureingaben. Das „Einfrieren“ kann verschiedene Ursachen haben. Oft liegt es an einer fehlenden Kühlung des Prozessors (Lüfter defekt oder total eingestaubt), aber auch die Festplatte könnte der Schuldige sein. An der Prozessortemperatur lag es nicht, das hatte der Kunde schon überprüft. Also wahrscheinlich die Festplatte.

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Es passiert selten, aber diesmal hatte der Kunde sogar eine aktuelle Sicherung seiner Daten, also musste ich darauf keine Rücksicht nehmen. Zuerst ließ ich einen Festplattentest mit dem für die eingebaute Festplatte passenden Western Digital-Tool laufen, das Ergebnis war eindeutig, nämlich 100% in Ordnung. Dann blieb als wahscheinlichste Ursache ein Dateisystemschaden. Ich habe den Rechner mit einer Original-Windows7-CD gebootet und statt zu installieren die Computerreparaturoptionen aufgerufen. Dort startete ich die Eingabeaufforderung und wechselte auf das Laufwerk C:. Hier gibt man Folgendes ein: CHKDSK /r. Damit startet man die Dateisystemreparatur von Microsoft namens Checkdisk. Der Schalter /r startet die ausführliche Scan- und Reparaturfunktion.

Die Reparatur dauerte wegen der Größe der Platte (1TB) und der vielen Fehler fast 2 Stunden. Das Ganze schließt mit der etwas unkonkreten Meldung ab, dass Windows mindestens einen Fehler entdeckt und behoben hat. Viel mehr Infos bekommt man nicht und ich beendete die Oberfläche mit dem Befehl „exit“. Dadurch startet der Rechner automatisch neu und ich ließ ihn von der Festplatte booten. Erfreulicherweise startete er ohne Auffälligkeiten und ich begann, ihn mit diversen Testprogrammen zu malträtieren. Nachdem er 2 Stunden klaglos immer wieder die Tests wiederholte und einwandfrei funktionierte, simulierte ich noch 15 Minuten eine „normale“ Nutzung, also mit Word etwas schreiben, abspeichern, wieder öffnen und Änderungen wieder speichern. Dazu noch ein wenig im Internet gesurft und im Windows Dateimanager Testdateien kopiert, gelöscht und verschoben. Es kam kein einziger Fehler.

Alles wunderbar, aber ich rate dringend davon ab, Checkdisk auf einem Rechner auszuführen, dessen Daten nicht gesichert sind. Falls nämlich die Festplatte wirklich einen Defekt haben sollte, könnte es sein, dass Sie mit Checkdisk Ihre Daten unwiderbringlich zerstören.

 

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