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Webseiten kopieren – das hört wohl nie auf

16.04.09 (Allgemein, Internet, SEO)

Jetzt mal ein Bericht über ein Ärgernis, was leider immer wieder vorkommt. Ich meine das gnadenlose Kopieren von Inhalten von Webseiten, in diesem Fall meine Seite www.mein-pc-wieder-ok.de.

Die Seite ist seit November 2006 online. Ich habe sie bewusst erst ins Netz gestellt als alle Unterseiten fertig und die Texte komplett waren. Die Erstellung hat mich einige Zeit und Mühe gekostet, umso ärgerlicher war es, nach einem halben Jahr die ersten Kopien zu finden. Es wäre mir fast egal, ob jemand meine Texte verwendet, solange er nicht in direkter Konkurrenz zu mir in Berlin seine Dienste anbietet. Das Problem ist ein anderes: Google mag es nicht, wenn gleiche Inhalte auf verschiedenen Domains liegen. Das wird als Spam interpretiert und die Seiten werden in den Suchergebnissen weit nach hinten gestuft oder noch schlimmer aus dem Index gelöscht, so dass die Seiten bei einer Googlesuche überhaupt nicht mehr auftauchen. Und das wäre ein echter Schaden.

Die ersten „Sünder“, die meine Texte kopiert haben, habe ich noch freundlich per E-Mail aufgefordert, die Texte zu entfernen. Allerdings bekam ich gleich vom Zweiten eine dermaßen unverschämte Mail zurück, was mir einfiele und ich ihn in Ruhe lassen solle. Die Inhalte blieben auf der Seite. Daraufhin habe ich meinen Anwalt veranlasst, den Webmaster abzumahnen. Kosten: 749,00€. Von diesem Geld habe ich persönlich nichts, bekommt alles der Anwalt. Ich musste noch 150,00€ vorauszahlen, die bei Zahlung zurück erstattet werden. Na, ja, jedenfalls hat sich der Webmaster auch einen Anwalt genommen und der schrieb zurück, man könne sich ja so einigen und überhaupt würde das vor Gericht nicht erfolgreich sein. Mein Anwalt riet mir, das auf jeden Fall durch zu ziehen, der Fall wäre sonnenklar. Nachdem wir auf die Abmahnung bestanden, zahlte der Webmaster brav die 749,00€ und ich bekam meine Vorauszahlung zurück. Die Inhalte waren auch verschwunden, er musste auch eine sogenannte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung unterschreiben, in der er sich verpflichtet, keine Inhalte von mir in welcher Form auch immer zu veröffentlichen. Ansonsten droht ihm eine Strafzahlung in Höhe von 8000,00€. Dieses Verfahren habe ich danach bestimmt noch 7 oder 8 mal durchgeführt, jedes mal mit Erfolg. Mir wäre es aber lieber, ich würde nichts entdecken, persönlich habe ich von einer anwaltlichen Abmahnung wie gesagt nichts. Es kommt aber dazu, dass die meisten Webmaster, die Texte kopiert haben, so hammerhart auf eine Aufforderung, die Texte zu entfernen reagieren. Da gibt es null Unrechtsbewusstsein, die denken, alles was auf ihrem Bildschirm erscheint, können sie für sich selbst verwenden. Bei manchen war dann die Heulerei groß und es kamen Mails mit der Bitte, die Abmahnung zurück zu nehmen. Abgesehen davon, dass das nicht mehr geht ohne meine Anzahlung zu verlieren, hatte ich auch wirklich keine Lust dazu und das habe den Betreffenden auch so mitgeteilt. Da meine Seite das Thema PC Service hat und die jeweiligen Webmaster auch derartige Dienste anbieten, wundere ich mich schon über die Unwissenheit über die Rechtsverhältnisse im Internet.

Was so nervt, ist die Tatsache, dass man regelmäßig Zeit aufwenden muss, im Netz nach Kopien zu suchen. Und noch mehr Zeit geht drauf, wenn man den Anwalt aktiviert. Anders geht es leider nicht.

So können Sie feststellen, ob ihre Texte kopiert wurden:

Eine sehr einfache, aber auch ungenaue Methode ist das Suchen bei Google nach ganzen prägnanten Sätzen von ihrer Webseite. Da kann man mitunter auch schon was finden.

Dieser Blog stellt das Tool UN.CO.VER vor, ich muss aber sagen, dass es bei weitem nicht alles findet. Es sollte aber auf jeden Fall eingesetzt werden, wenn man sucht. Den besten Erfolg habe ich nach wie vor mit Copyscape.com. Ich habe den Premium Account, das kostet eine Abfrage 10 US-Cent. Das ist okay, zumal das Tool wirklich viel entdeckt.

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