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Tägliches Arbeiten am PC und doch gar keinen Bezug dazu?

08.04.09 (Internet, PC Probleme)

Ich betreue in Berlin auch einige Firmenkunden. Darunter sind Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Ingenieurbüros und Medienagenturen. Die meisten dieser Kunden sind absolut auf einen funktionierenden PC mit Internetzugang angewiesen. Heutzutage ist es in wirklich jeder Branche eine Katastrophe, wenn der Rechner nicht funktioniert. Umso unverständlicher ist für mich die nicht vorhandene Bereitschaft, sich wenigstens ein wenig Grundwissen über Windows an zu eignen.

Ich kann das nur insofern nachvollziehen, als dass man denkt, die Thematik ist so komplex, das hat keinen Sinn, überhaupt anzufangen. Ich meine auch nicht, dass jeder, der hauptsächlich am PC arbeitet, ein absoluter PC-Experte sein muss. Dann hätte ich ja auch wesentlich weniger zu tun. Nein, es geht mir um, wie ich meine, Selbstverständliches beim Thema PC. Das Erste, was mir da einfällt, ist der total lasche Umgang mit den teilweise existentiell wichtigen Daten. Daten, deren Verlust einen schweren wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Viele Kunden haben 1000 und mehr Kontakte in ihrem Outlook oder entsprechenden Programm, alles ungesichert, d.h. nur auf dem Rechner selbst. Analog dazu natürlich die E-Mails, Termine und Aufgaben. Aber auch Steuerdaten, Buchhaltungsdaten, wichtige Fotos, Rechnungen, die nicht ausgedruckt vorliegen usw. Meiner Erfahrung nach steigt sowohl bei Desktop PC’s als auch Notebooks nach einer bestimmten Betriebszeit die Ausfallquote der Festplatte rapide. Auch wenn die Chancen einer Datenrettung doch immer wieder erstaunlich hoch sind, hatte ich defekte Festplatten, bei denen nichts mehr ging und selbst ein Datenrettungslabor passen musste. Ich werde nicht müde, die Kunden darauf hin zu weisen, allein, es wird nicht beherzigt. Es werden die Risiken schlicht unterschätzt oder ignoriert.

Ein anderes Kapitel sind die – ich nenne sie so – „OK-Klicker“. Damit meine ich überall auf „OK“ bzw. „weiter“ zu klicken, ohne sich den dazugehörigen Text durchzulesen. Das passiert sowohl bei Programminstallationen als auch beim Surfen im Internet bzw. Lesen von E-Mails. Gerne wird von solchen Usern auch mal auf eine unbekannte Datei im Anhang oder vom Netz runtergeladen doppelt geklickt. Oft gehen ja solche Aktionen gut, aber manchmal hat es fatale Folgen. Klar, man will schnell weiter arbeiten und sich nicht aufhalten lassen. Das ist nur manchmal bei Windows PC’s nicht möglich. Dieser Trend, nicht auf Hinweise und Warnungen zu achten, hat sich meiner Ansicht nach mit dem Erscheinen von Windows Vista verstärkt. Die User Account Control (UAC) nervt so dermaßen, dass die Leute das und alles andere schnell wegklicken, um das zu machen, was man eigentlich will.

Ähnlich leichtsinnig sind die User beim Surfen im Internet. Am besten wäre es, PC’s, auf denen die Geschäftsbuchhaltung und sonstige wichtige Daten liegen, nicht mit dem Internet zu verbinden. Allerdings ist das in vielen Fällen nicht alltagstauglich, Steuerprogramme oder Buchhaltungsprogramme müssen sich teilweise sich übers Netz updaten oder die bearbeiteten Daten werden online verschickt. Wenn der Rechner aber ständig online ist, sollte man sich um den höchstmöglichen Schutz bemühen und – noch wichtiger – Vorsichtsmaßnahmen zum Surfen befolgen. Der höchstmögliche Schutz besteht zum Einen, Windows immer aktuell zu halten, sprich, Windows update automatisch durchführen zu lassen. Zum Anderen, sich eine professionelle, also gekaufte Firewall- und Antivirenlösung anzuschaffen. Es gibt kostenlose Virenscanner wie Antivir oder Avast, allerdings sind diese Scanner meiner Erfahrung nach bei arg verseuchten Systemen mitunter überfordert und erreichen keine 100%ige Bereinigung. Oder es wird zu 100% bereinigt, dabei werden aber auch befallene Systemdateien gelöscht oder in Quarantäne verschoben, so dass Windows nicht mehr oder nicht mehr richtig funktioniert.
Heutzutage kann der Rechner schon beim bloßen Besuch einer Webseite infiziert werden. Bei großen und seriösen Seiten wird Ihnen das nicht passieren, eher bei Seiten der Porno- und Glückspielbranche. Beliebt ist auch der Trick, dass man erst eine Aktualisierung des Adobe Flash Players runterladen und installieren muss, bevor man ein bestimmtes Video sehen kann. Hat man auf die Datei doppelt geklickt, hat man sich die aktuellsten Viren auf den Rechner installiert. Vorsicht ist ebenso bei E-Mails geboten. Gerne werden immer noch Viren in scheinbar harmlosen Zip-Dateien gepackt und mit einer gefakten offiziellen E-Mail-Adresse als Absender (z.B. StudiVZ) verschickt. In all diesen Fällen kann Ihnen eine kommerzielle Antivirenlösung den Rechner retten, leider gibt es Fälle, wo auch diese Programme versagen.

Es gäbe noch einiges mehr zu bemerken, ich werde das fortsetzen, am besten bei einem konkreten Anlass.

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