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Pfleglicher Umgang mit dem Notebook – viele wissen nicht, wie empfindlich sie sind

10.06.10 (PC Probleme)

Ein nennenswerter Teil meiner Aufträge haben mit defekten Festplatten in Notebooks zu tun. Die Rechner starten entweder nicht mehr ordnungsgemäß oder sind während des Betriebs unendlich langsam oder Windows startet zwar, aber es ist kein Programmstart möglich und der Rechner „hängt“ einfach. Eine häufige Ursache für diese Probleme ist dann eine defekte Festplatte. Die Kunde sind sehr überrascht, wenn ich Ihnen mitteile, dass ihre Festplatte defekt ist. Die häufigste Frage lautet dann: „Wie kann die denn kaputt gehen?“ Wenn ich mir anhöre, wie die Leute mit ihrem mobilen Rechner umgehen, ist die Frage schnell beantwortet.

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Viele Notebooknutzer sind sich in keinster Weise darüber bewusst, dass so ein mobiler Rechner letztendlich ein sehr empfindliches, hochkomplexes Gerät ist und eine umsichtige Verwendung extrem wichtig ist. Die wichtigste Info ist wahrscheinlich, dass man ein Notebook im laufenden Betrieb extrem vorsichtig, man muss schon bald sagen, wie ein rohes Ei, behandeln muss. In diesem Zustand ist der Schreib-Lesekopf der Festplatte nicht arretiert und gegenüber Erschütterungen sehr empfindlich. Man sollte also aufpassen, wenn man das Notebook im laufenden Betrieb durch die Gegend trägt, z.B. um einem Kollegen schnell etwas zu zeigen. Dann passiert es halt, dass man das Gerät etwas unsanft auf die Tischplatte aufsetzt und diese Erschütterung kann schon zu viel sein. Vollkommener Wahnsinn ist es, das Notebook einfach laufen zu lassen und im Rucksack zu transportieren. Ich würde das selbst im Stand-by-Modus nicht empfehlen, aber immer noch besser, als es überhaupt nicht herunter zu fahren. Also, die Dinger sind nicht dafür geeignet, unsanft behandelt zu werden. Ich habe zwar bei meinem Notebook einen Festplattenschutz, der sich bei starker Erschütterung einschaltet, ich verlasse mich darauf aber nicht, weil ich schon einige Notebooks in Reparatur hatte, die diesen Schutz auch hatten, der aber versagte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das Notebook regelmäßig zu reinigen. Den Bildschirm sollte man schon im Interesse der Augen sauber halten, die Tastatur und die Auflageflächen kan man mit einem leicht feuchten Tuch reinigen und mit einem trockenen Tuch nachwischen. Alles bitte vorsichtig, damit man keine Taste heraus reißt. Richtig Gutes tut man seinem Notebook, wenn man es alle halbe Jahre „durchpustet“. Man nehme eine Dose Druckluft (z.B. Mediamarkt oder Conrad) und bläst in alle Lüftungsschlitze des Notebooks. Man kann dazu auch einen Kompressor nehmen, wenn man ohnehin einen hat. Die Luft sollte allerdings ölfrei sein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Staub, ja sogar richtige Brocken aus den Schlitzen kommen. Durch diese Prozedur machen sie die Kühlschlitze wieder frei und der Lüfter kann wieder mehr kühle Luft „einatmen“. Effekt: Der Lüfter läuft weniger und wenn, dann leiser, weil er nicht mehr so hohe Drehzahlen fahren muss. Auch bei der Tastatur kann man die Druckluft einsetzen. In der Tastatur sammeln sich zwangsläufig Brösel, Zigarettenasche, Staub, Hautpartikel und was weiß ich noch alles. Das Notebook auf die Seitenkante stellen und zwischen die Tasten die Druckluft reinpusten.

Bei all diesen Arbeiten bitte vorher den Rechner richtig herunter fahren, Stromstecker abziehen und den Akku aus dem Gerät entfernen, denn sonst könnte durch kurzfristige Feuchtigkeit das gute Stück Schaden nehmen. Wenn man diese Tipps beherzigt, hat man gute Chancen, dass man lange Freude an seinem brav arbeitenden Rechenknecht hat.

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