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Ohne Englisch-Kenntnisse am PC arbeiten – immer noch ein Nachteil

16.03.10 (PC Probleme)

Man wird als IT-Dienstleister natürlich öfter von älteren Anwendern, die ihre lieben Probleme mit dem PC haben, um Hilfe gebeten. Häufig scheitern die Leute an mangelnden Englisch-Kenntnissen. Auch wenn der deutschsprachige Software-Markt sehr lohnend ist und viele Programme auch in Deutsch erhältlich sind, gibt es Seiten im Internet und bei nicht massenhaft genutzter Software oft keine deutsche Version. Nun gibt es im Arbeits- und Privatleben so gut wie keinen Bereich mehr, in dem der Computer nicht zum Einsatz kommt. Einen besonderen Nachteil haben diejenigen, die in der DDR aufgewachsen sind und ihre Schullaufbahn absolviert haben.

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In der DDR wurde zwar auch Englisch an den Schulen unterrichtet, favorisierte Fremdsprache war aber Russisch. In der Computerwelt wird vieles in Englisch ausgedrückt (Download, Upload, Update, Browser, Screen, Touchpad, usw.), gewisse Software gibt es nicht in Deutsch und im Internet ist man von vielen informativen Seiten auf Englisch ausgeschlossen, wenn man die Sprache nicht versteht. Es fängt schon bei einer einfachen Fehlermeldung beim Empfang oder Senden einer E-Mail. Was soll man mit so einer Meldung anfangen?

Your message was not delivered to beispiel@beispiel.de
for the following reason:
Unable-To-Transfer
DATA transfer to host failed permanently:
Requested mail action aborted: exceeded storage allocation

Die Meldung sagt aus, dass die gesendete E-Mail entweder zu groß für das Postfach ist oder der Platz auf dem E-Mailserver nicht ausreicht. Wer kein Englisch kann, ist vielleicht in der Lage, sich das irgendwie zusammen zu reimen, aber gerade Ältere sind damit überfordert. Ähnlich ist es bei Software, die es nicht in Deutsch gibt. Da wird die Bedienung zum Ratespiel, was beim nächsten Klick passiert.

Es gibt PC-Probleme, bei denen auch ich nicht auf Anhieb weiß, was die Ursache ist und wie man sie behebt. Im deutschsprachigen Internet gibt es sicherlich viele Hilfeseiten und Foren, wo man nach einer Lösung suchen kann und oft fündig wird. Aber eben nicht immer. In solch einem Fall schau ich dann bei den englisch-sprachigen Seiten. Dafür muss man aber auch bei google.com den richtigen Suchbegriff auf Englisch eingeben und die Hilfebeschreibungen verstehen. Überhaupt gibt es Seiten im Internet, die für Deutsche durchaus von Belang sind, die aber nur in Englisch angeboten werden. Aktuell fällt mir hier die Seite eines Börsen-Tradingprogramms ein, das ich für einen Kunden eingerichtet habe. Es gibt dort zwar einen Link auf eine deutschsprachige Version der Seite, die Anmeldeprozedur ist trotzdem auf Englisch und für manche ist das eine zu hohe Hürde.

Das Schlimme daran ist, dass die englisch-unkundigen Computernutzer wahnsinnig viel Zeit verschwenden, um dann völlig verzweifelt bei einem PC-Dienst anrufen, weil sie einfach nicht mehr weiter wissen. Oft wird durch die „Blindklickerei“ dann auch ungewollter Schaden angerichtet.

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