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Notebookdiebstahl – Schäden bis zu 50.000,00$

12.05.09 (PC Probleme)

PC Dienst Hamburg Blog blogt über die möglichen Folgeschäden bei Diebstahl von geschäftlich genutzten Notebooks. Hierzu möchte ich meine Erfahrungen mit Geschäfts-Notebooks bzw. deren Nutzer zum Besten geben. Laut einer Studie des Ponemon Institute (Original als PDF) kann durch einen Diebstahl eines Notebooks ein Schaden bis zu 50.000,00$ entstehen.

Wichtig bei einem Verlust ist die schnellstmögliche Benachrichtigung der IT-Abteilung der Firma. Je früher, desto geringer der Schaden. Darum geht es mir aber jetzt nicht, sondern eher um die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen, nämlich regelmäßige Backups und Datenverschlüsselung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Geschäftsleute, die solch wertvollen (Zugangs-) Daten auf dem Laptop haben, schlichtweg damit überfordert sind. Ich wurde schon mehrmals von Kunden mit wichtigen Daten auf dem Laptop um Hilfe gebeten und meiner Erfahrung nach sind oft die Rechner überhaupt nicht abgesichert oder jede Sicherung wurde deaktiviert. Auch das Sichern der Daten wird eher lasch gehandhabt. Bei Notebooks großer Firmen hat in der Regel der Benutzer sehr eingeschränkte Rechte und ein anderer Zugang ist ohne Passwort nicht möglich. Technisch gesehen kann man dieses Windows-Passwort sehr leicht knacken, habe ich aber noch nie gemacht, riecht irgendwie nach Ärger. Manchmal wurde ich in solchen Fällen gebeten, den Administrator der Firma anzurufen an und in einigen Fällen gab der mir dann das Passwort telefonisch durch, was ja zumindest fragwürdig ist.

Die Verschlüsselung der Daten wiederum ist vielen zu kompliziert. Die kann auch gefährlich werden, wenn man das Passwort nicht mehr weiß. Das erlebte ich bei einem Freiberufler, der die Festplatte seines Laptops mit Drivecrypt verschlüsselt hatte. Das bedeutete, dass er erst ein Passwort eingeben musste, bevor Windows anfing zu starten. Aus mir bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen konnte er eines Tages mit den bisher verwendeten Passwort nicht mehr sein Windows starten. Jedenfalls funktionierte es mit allen möglichen Schreibweisen nicht und ich musste an dieser Stelle aufgeben. Er muss es wirklich vergessen haben, eine andere Erklärung gibt es nicht. Problem dabei ist: die Daten sind verschlüsselt. Man könnte zwar den Laptop mit einer Boot-CD starten, es werden aber bei einer verschlüsselten Festplatte keine Partitionen erkannt bzw. angezeigt. Genau das Gleiche natürlich, wenn man die Festplatte ausbaut und an einen anderen Rechner anschließt. Ich lass mich gerne korrigieren, aber meines Wissens ist es ohne immensen finanziellen Aufwand nicht möglich, diese Daten zu entschlüsseln. Das Problem war in diesem Fall, dass es zwar ein Backup auf einer externen Festplatte gab, aber eben kein aktuelles. Und wichtige, kürzlich erstellte Daten waren noch nicht gesichert.

Ich hoffe, dass mir so ein Diebstahl oder Verlust erspart bleibt. Meine Daten sind für andere nichts wert und aktuelle Backups vorhanden. Aber ich wäre schon sehr genervt über den Verlust des Laptops und die damit verbundenen Umstände (Neukauf und vor allem ggf. Neu-Einrichtung).

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