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Mobil surfen mit Fonic USB Stick – kleiner Erfahrungsbericht

09.04.09 (Internet, PC Probleme)

Ich habe bis jetzt kein mobiles Internet gebraucht. Ich bin entweder im Büro oder zu Hause online, mal auch beim Kunden mit meinem Laptop zum Testen der Internetverbindung. Ansonsten bin ich nicht der Typ, der sich in den Park setzt und dort am Laptop online arbeitet. Ich bin mit meiner Familie zurzeit bis nach Ostern in München bei meiner Mutter, die weder PC noch DSL-Anschluss besitzt. 1 Woche ohne Internetzugang geht aber leider nicht,

jedenfalls nicht, wenn man niemanden hat, der sich um Mails und Webseiten kümmert. Und ich hatte diesmal niemanden. Bisher war es bei Besuchen bei meiner Mutter so, dass ich ihren analogen Telefonanschluss mit Modem benutzt habe oder ein ungesichertes WLan erreichbar war und ich mich da einklinkte. Mit Modem online gehen ist mittlerweile einfach zu zeitraubend, bei vielen Mails (Anhänge) und Webseiten wird eine DSL-Verbindung vorausgesetzt. Und surfen über ein ungesichertes Wlan ist aus zwei Gründen keine wirkliche Option:
Erstens ist es nicht ganz legal, auch wenn man nicht in das Netz „einbrechen“ muss und zweitens weiß man nicht, ob das Netz vielleicht absichtlich offen gelassen wurde, um Passwörter und andere sensible Daten, die fremde Netzmitbenutzer übers Internet schicken, mitschneiden zu können.

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Dieses Jahr ist ja Internet über HSDPA, also Handynetz, erschwinglich geworden. Ein Kunde von mir benutzte den
Fonic Usb-Stick mit Prepaid ohne Vertrag für 2,50€ pro Tag, aber nur wenn man online geht. Er war sehr zufrieden damit. Daran hatte ich mich erinnert, als ich mir jetzt so einen Stick zulegen wollte. Ich also zu Medimax in Prenzlauer Berg, weil ich da sowieso hinwollte und erkundigte mich in der Telekommunikationsabteilung nach dem Fonic-Stick. Die hatten aber nur ein Angebot von T-Mobile, der Stick für 70,00€, pro Tag 5,00€. Das fand ich aber etwas happig. Dann ging ich in einen von diesen Telefonläden. Die Dame dort hatte auch keinen Fonic-Stick, riet mir auch davon ab. Die Netzabdeckung sei schlecht, Qualität von E-Plus eben. Sie hätte ein Angebot von T-Mobile, Stick für 75,00€ und 4,95€ pro Tag. Auch nicht viel anders als bei Medimax. Mittlerweile war ich schon etwas genervt. Am nächsten Tag (gestern, Tag der Abreise) ging ich zu Saturn. Dort gab es tatsächlich den Fonic-Stick für 89,00€, okay. Dummerweise konnte man dort kein Surfguthaben kaufen. Der Verkäufer sagte mir, ich könne das bei Lidl bekommen. Also gut, am ersten Tag kann man kostenlos mit dem Stick surfen, Guthaben konnte ich auch noch in München besorgen. Ich nahm den Stick mit, konnte ihn aber aus Zeitgründen nicht mehr bis zu unserer Abreise ausprobieren. Man muss die SIM-Karte aktivieren, bevor man online gehen kann. Das geht entweder über das Telefon oder über das Internet, natürlich über einen anderen Internetzugang. Leider dauert es über das Telefon 24 Stunden, bis die Karte frei geschaltet ist. Über das Internet dauert das nur eine Stunde. Ich rief also heute morgen in München meine Schwester an und bat sie, schnell mal fonic.de aufzurufen. Ich teilte ihr die Mobilfunk- und Freischaltnummer mit, dann musste sie noch einige persönliche Daten von mir eintragen und nach 2 Minuten war die Geschichte abgeschlossen. Am Nachmittag schloss ich den Stick an mein Notebook an, laut Anleitung würde das total einfach gehen, selbstinstallierend. Die Software wäre mit auf dem Stick drauf. Na, ja, der Stick wurde zwar zuerst erkannt, aber aus Virenschutzgründen habe ich meinen Autostart deaktiviert, deshalb ging natürlich nichts automatisch. Im Windows Explorer wurde ein neues CD-Laufwerk angezeigt, aber beim Draufklicken hängte sich der Explorer auf und ich musste den Stick wieder entfernen. Ich steckte den Stick wieder ran und schaffte es, über den Dateimanager Speed Explorer den gesamten Inhalt auf meine Festplatte zu kopieren, bevor er sich wieder aufhängt. Ich konnte dann die Software installieren und starten. Nächstes Problem: Die Verbindungssoftware teilte mir mit, dass kein Gerät gefunden wurde. Nervig! Ich rufe den Gerätemanager auf und sehe unter dem Punkt USB Controller bei einem USB Massenspeichergerät ein Ausrufezeichen. Mit nochmaliger Installation des Treibers über „Treiber aktualisieren“ klappte es dann. Ich konnte mich in das Netz einbuchen und war online. Aber die Fummelei hat genervt. Ich schaute nach, ob das anderen Fonic-Kunden auch passiert ist und ich muss sagen, es hat mich nicht überrascht, dass das der Fall ist. Die Geschwindigkeit schwankt zwischen 1Mbit/s und 700Kbit/s, die in Aussicht gestellten 3,6Mbit/s (Werbesprache: „bis zu 3,6Mbit/s!) habe ich noch nie erreicht und laut Aussagen in diversen Foren werden die wohl auch nicht erreicht. Für mich ist die Geschwindigkeit in Ordnung, ich bin zwar von meinen lokalen DSL-Anschlüssen mit max. 16 Mbit/s verwöhnt, aber man kann gut damit arbeiten. Jetzt galt es nur noch, vor dem Feiertag das Guthaben aufzuladen. Auf der Website von Fonic kann man sich Verkaufspartner in seiner Nähe auflisten lassen, wo man Guthaben kaufen kann. Ich fuhr zu dem nächstgelegenen Laden, einem DM-Markt (Drogerie). Zufällig war es die Filialleiterin, die ich nach Guthaben für den Surfstick fragte. Die Dame war ein wenig verunsichert, scheinbar war ich der Erste, der danach fragte. Sie sagte, sie hätten nur Guthaben für Handys, aber nicht für den Surfstick. Ich teilte ihr mit, dass ihr Laden auf der Website von Fonic aufgeführt ist und dass man dort Guthaben für den Surfstick bekommen würde. Sie telefonierte sofort mit einem zuständigen Herrn in der Verwaltung des DM-Marktes. Bei diesem Gespräch kam heraus, dass man den Surfstick mit dem normalen Handyguthaben aufladen kann. Ich kaufte mir also ein Guthaben in Höhe von 20,00€ und probierte das gleich aus. Es funktionierte problemlos, jetzt kann Ostern kommen.

Ich muss mich nur über die Vertriebsstrategie von Fonic oder E-Plus wundern. Den Stick gibt es schon einige Zeit, Medimax hat ihn nicht, der Handyladen hatte ihn auch nicht. Bei Saturn bekam ich ihn, konnte aber kein Guthaben kaufen. Und hätte ich in dem DM-Markt nicht nachgehakt, wäre ich da mit leeren Händen wieder weggeschickt worden. Ich bin kein Vertriebler, aber das könnte man besser machen.

Ärgerlich war natürlich noch das Gewürge mit der Installation, aber man akzeptiert so viel in der IT-Welt, dann wird man verzeihender.

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