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Mobil online gehen – nur bedingt etwas für mich

07.08.09 (Internet, PC Probleme)

Anlässlich einer gestarteten Blogparade auf Angi’s Blog geht es jetzt um mobiles Internet, sprich unabhängig von Kabel und Standort mit seinem Smart Phone, Netbook oder Notebook zu surfen. Dank mittlerweile kostengünstigen HSDPA kann man sich mit durchaus akzeptabler Geschwindigkeit im Netz bewegen. Oder man loggt sich in einen öffentlichen WLan-Hotspot ein. Doch unterwegs im Internet surfen hat auch seine Schattenseiten.

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Der erste Schwachpunkt, wenn man elektrische Geräte unterwegs benutzt, ist die Akkukapazität. Bei Notebooks ist meist nach maximal 4 Stunden Schluss. Mehr geht meiner Erfahrung nur, wenn man kein WLan oder HSDPA benutzt, der Bildschirm einige Stufen dunkler gestellt ist und möglichst keine CD oder DVD abgespielt wird. Also irgendwie nicht relitätsnah. Bei Netbooks sieht es mit der Akkuleistung besser aus, allerdings gibt es hier neue Probleme, auf die ich weiter unten eingehe. Viele Handys bzw. Smartphones sind für mobiles Internet ausgerüstet. Bei meinem Smartphone T-Mobile MDA Compact IV von HTC ist die Akkuleistung so unterirdisch, das spottet jeder Beschreibung. Auch nach Erwerb eines leistungsstärkeren Akkus und etlichen stromsparenden Einstellungen muss ich das Teil bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufladen und ich bin damit nicht online, sondern telefoniere nur (auch nicht andauernd) und trage Termine ein. Okay, Bluetooth ist auch noch an, aber bitte, das muss doch länger als ein paar Stunden reichen. Ich weiß nicht, wie das bei anderen Smartphones ist, aber die müssten einen ähnlichen Energiehunger haben.

Es gibt aber noch für mich einen erheblich größeren Nachteil bei Netbooks, Handy und Smartphones: Die Größe der Geräte. Bei Netbooks geht es ja noch, zum Surfen auf ebay oder Nachrichten lesen ist das in Ordnung, obwohl man hier auch schon bei manchen Webseiten seitlich scrollen muss. Zum Schreiben jedoch sind die Dinger nichts für mich. Andere mögen damit klar kommen, ich kann damit nicht arbeiten. Smartphones sind für mich keine ernst zu nehmenden Geräte, um im Internet zu surfen. Die Größe der Displays ist dafür einfach lächerlich. Ich kenne auch niemanden aus meinem Kundenkreis, der so ein Gerät nutzt, um eine Webseite zu besuchen. Für meine Theorie spricht auch, dass sich die .mobi-domains bis heute nicht wirklich verbreitet haben. Webseiten besuchen auf dem Handy ist eine schöne Vorstellung der Telekommunikationsfirmen, allein, es wird nicht genutzt.

Anders sieht es bei E-Mails aus. Jeder, der was auf sich hält, hat mittlerweile einen Blackberry, mit dem man in Echtzeit E-Mails abrufen und versenden kann. Obwohl das mit anderen Handys auch geht, hat sich das Konzept von RIM durchgesetzt. Apple verwendet mit MobileMe den gleichen Ansatz. Ich selbst muss meine E-Mails nicht sofort beantworten, deshalb brauche ich sowas nicht. Aber viele Selbständige und Manager haben davon einen echten Mehrwert. Dies ist auch eine der wenigen vernünftigen Anwendungen für Internet auf Smartphones.

Der Download von Spielen oder Klingeltönen ist ebenfalls eine nützliche Funktion, bei mp3 oder gar Filmen sieht es schon wieder anders aus. Muss ich das unbedingt von unterwegs aus machen? Zumal bei Filmen wir wieder auf das Problem mit der Größe der Displays kommen.

Ich selbst verwende den Fonic-Stick, um mobil online gehen zu können. Ich habe ihn an Ostern eine Woche genutzt und jetzt erst wieder für eine Woche. Ich bin einfach nicht der Typ, der sich ins Café oder in den Tiergarten setzt, um zu arbeiten. Schon die andauernde Überwachung der Akkukapazität würde mich nerven.

Man sieht zwar in Berlin Leute in Cafés mit Laptop sitzen, andererseits ist das auch kein Massenphänomen. Die große Mehrheit meiner Kunden, die naturgemäß mit Computern und Smartphones zu tun haben, nutzen ihre Laptops zu Hause oder am Arbeitsplatz, das ist meine Erfahrung.

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