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Mein Tipp: Führung durch den Flughafen Tempelhof

01.11.12 (Berlin)

Es ist ja immer so, dass man sich in der Stadt, in der man lebt, nicht alle Sehenswürdigkeiten anschaut. Man macht das erst, wenn man Besuch bekommt, der die Stadt kennen lernen möchte. So ist es auch bei mir. Meine Mutter kam wie jedes Jahr mit ihrem Enkel (mein Neffe) nach Berlin und ich suchte für eine gemeinsame Unternehmung eine Führung durch den stillgelegten Flughafen Tempelhof aus. Wir drei waren begeistert.

Die von mir gebuchte Führung dauerte 2,5 Stunden und fing um 16.00 an (für arbeitende Leute wie mich eine sehr günstige Zeit). Wir trafen kurz vor 16.00 am Flughafen ein und wurden nach einigen Minuten Wartezeit von einem sehr netten, lockeren waschechten Berliner, der unser Guide war, empfangen. Zuerst informierte er uns (ca. 20 Leute) über die Geschichte des Flughafens Tempelhofs, die praktisch geichzeitig mit dem Beginn der Fliegerei überhaupt beginnt. Schon das war sehr interessant und ich erfuhr Details, die ich über den Flughafen noch nicht kannte.

Dann ging es auch schon los, wobei uns der Guide noch den Rat gab, ggf. noch die Toilette aufzusuchen, da wir in diesem riesigen Gebäudekomplex nicht überall eine Toilette vorfinden werden und schon lange unterwegs sein werden. Zuerst ging es auf die von einer riesigen Stahlkonstruktion überdachten Fläche, wo die Flugzeuge zum Ein- und Aussteigen geparkt wurden. Praktisch direkt hinter den Abfertigungsschaltern gelegen, hatte man damals wirklich sehr kurze Wege zu seinem Flugzeug. Danach ging es in das Innere des Gebäudes mit der imposanten Abflughalle, dem ehemaligen Restaurant, der Radarräume der US-Army und einen Teil der unterirdischen Bunkersysteme.

Der Guide hatte während der gesamten Tour spannende und interessante Geschichten aus jeder Epoche des Flughafens zu erzählen und beantwortete geduldig unsere Fragen. Die Tour ist wirklich eine Zeitreise. Vieles aus der Zeit des Baus des Flughafens (30er Jahre) ist original erhalten, z. B. Wandverkleidungen, Böden und Decken. Das Flughafengebäude selbst wurde erstaunlicherweise kaum durch Bomben während des Krieges beschädigt. Nach dem Krieg wurde in den 50er Jahren der Flughafen innen teilweise umgebaut und neu gestaltet, für den heutigen Geschmack sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig. Einer der Höhepunkte ist sicherlich die Besichtigung von Luftschutzbunkeranlagen 3 Stockwerke unter der Erde.

Aber ich will nicht zuviel verraten, ich kann nur jedem Berliner bzw. Berlin-Besucher ans Herz legen, eine derartige Tour mitzumachen. Auf der Webseite der „Tempelhofer Freiheit“ können Sie sich aus verschiedenen Touren die für Sie Interessanteste auswählen. Überraschen Sie doch Ihren Berlin-Besucher mit einem derartigen Event, es ist wirklich für jeden interessant. Einzige Bedingung: Man sollte gut zu Fuß sein, da man eine gewisse Strecke zurücklegt und einige Treppen zu überwinden sind. Falls Sie an weiteren hochinteressanten Führungen und Touren durch Berlin sind, schauen Sie sich auf berlinkompakt.net um, dort gibt es für jedes Interesse die passende Tour.

 

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