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Linktausch und die Anfragen – teilweise gruselig

19.01.12 (SEO)

Linktausch ist für die Suchmaschinenoptimierung immer noch ein häufig eingesetztes Mittel, um an gute Links zu kommen. Zwei Partner setzen einen oder mehrere Links, die auf Websites des Partners verweisen, jeweils auf ihre Websites. Wesentlich besser ist ein Linktausch „um’s Eck“, weil Google leicht erkennt, dass ein „Linktausch-Link“ nicht natürlich ist. Soll heissen, besser unterschiedliche Websites verlinken und nicht 1:1. Optimal ist ein Link von einer Seite zu bekommen, die das gleiche oder ähnliche Thema hat. Es gibt nich Unterschiede, wo der Link platziert ist und wieviel ausgehende Links die Seite hat, aber das führt jetzt hier zu weit. Ich nutze Linktausch mittlerweile nicht mehr offensiv, weil meiner Erfahrung nach die Wertigkeit der Links nicht den Zeitaufwand rechtfertigt. Aber ich bekomme 1-2 mal pro Woche eine Linktauschanfrage per E-Mail, was soweit okay ist, manchmal ergibt sich da etwas Interessantes. Aber oft sind die Angebote einfach nur gruselig.

Es geht schon damit los, dass mir in letzter Zeit Linktauschangebote zugeschickt wurden, bei denen der Absender eine gmx-Adresse hatte. Das ist dann schon sehr komisch, wenn ein Suchmaschinenoptimierer oder einfach nur ein Betreiber einer oder mehrerer Webseiten mit einer gmx-Adresse Kontakt aufnimmt, anstatt eine Adresse mit einer seiner domains. Wirkt erstmal sehr unseriös. Leider bestätigt sich der erste schlechte Eindruck, wenn man sich dann die mails anschaut. Zugegeben, nett geschrieben sind sie, aber die angebotenen Seiten, auf die man einen Link bekommen kann, sind eine Unverschämtheit. Es werden mehrere thematische Webseiten angeboten mit Themen wie Reisen, Telekommunikation, Kosmetik, Gewinnspiel u.ä. Sieht man sich die Seiten an, wird es wirklich schlimm. Die meisten sind Blogs mit eher lieblosen Content, die so guut wie keine Backlinks haben. Bei dem Aufruf einer Reise-Seite, die mich interessiert hat, weil ich gerade einen SEO-Kunden zum Thema Tourismus betreue, schlug mein Virenscanner Alarm wegen eines Java-Applets. Könnte auch ein false positive gewesen sein, aber so eine Meldung bekomme ich äußerst selten beim Surfen. Jedenfalls nicht vertrauenserweckend und ich möchte nicht ausprobieren, wie sich das auf meine Seite auswirkt, wenn dort ein Link zu mir steht. Im besten Fall wird der Link von Google komplett ignoriert. Wenn ich mir dann die Mühe mache, auf solche mails zu antworten und darauf hinzuweisen, dass die Seiten großteils SEO-technisch total wertlos sind, kommt gar nichts mehr.

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Fazit:

Ich werde mir Linktauschangebote nicht mehr ansehen, wenn die Absenderadresse eine Free-Mail-Adresse ist. Gerade in einem Geschäft, wo es um domains, Webseiten und Backlinks geht, sollte man eine E-Mail-Adresse mit einer eigenen domain haben, zumal es ja Zugriff auf die angebotenen Linkplätze geben muss, sonst könnte man keinen Link anbieten. Man bekomt von vornherein ein schlechtes Gefühl, wenn Leute mit einer anonymen Adresse Angebote machen.

 

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