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Laptop mit Sturzschaden – auch eine neu eingebaute Festplatte defekt?

07.02.11 (PC Probleme)

Ich melde mich nach einer monatelangen Pause wieder, da der Blog eigentlich ganz gute Besucherzahlen aufweist und es irgendwie schade wäre, ihn jetzt so absterben zu lassen. Außerdem habe ich mittlerweile wieder genug „Fälle“, von denen ich berichten kann. Jetzt geht es um ein Fujitsu-Siemens Notebook, das dem Kunden während des Betriebs (!) vom Tisch gefallen ist. So etwas endet in den meisten Fällen mit dem Tod der Festplatte. So auch hier.

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Der Kunde brachte das Gerät zu einer Werkstatt (er wollte mir nicht sagen, zu wem) und die bauten eine neue Festplatte ein. Die Diagnose erschien mir nicht gerade professionell, es hieß, wahrscheinlich sei die Festplatte defekt, deshalb der Austausch. Der Kunde kam dann zu mir, weil er bei der Windows-Vista-Installation auf die neue Festplatte gescheitert war. Abbrüche bzw. Fehlermeldungen kamen während der Installation, was man eigentlich immer auf Hardware-Probleme zurückführen kann. Da keine Daten auf dem Notebook waren, konnte ich direkt mit einem Festplattentest beginnen. Die „Kollegen“ hatten eine Samsung 160GB SATA-Platte eingebaut, also testete ich diese mit dem Samsung ESTool. Prompt kam die Meldung, dass die Platte fehlerhaft wäre und ausgetauscht werden müsse. Es ist mir zwar auch schon mal passiert, dass eine fabrikneue Festplatte defekt war, aber das war bei ca 500 Festplatten (oder weiß Gott wie viele), die ich mittlerweile eingebaut habe, nur ein Mal. Also sehr ungewöhnlich, aber gut, ich hatte noch eine nagelneue, ungebrauchte SATA-Notebook-Platte da, auch Samsung mit 320GB. Also habe ich diese in das Notebook eingebaut und nochmals den Test mit ESTool gestartet. Und siehe da, das Ergebnis war erneut, dass die Platte defekt sei und ausgetauscht werden müsse. Jetzt hatte ich die Faxen dicke und nahm ein Notebook von mir, von dem ich wuste, dass es 100% in Ordnung ist. Ich testete beide Platten damit und beide waren auf meinem Notebook fehlerfrei. Logische Schlussfolgerung: Durch den Sturz muss bei dem Kundennotebook nicht nur die Festplatte beschädigt worden sein (habe ich auch getestet, die war allerdings wirklich defekt, schon alleine wegen der üblen Geräusche, die die Platte machte), sondern auch das Motherboard selbst und da ist meine Vermutung, dass der SATA-Controller Schaden genommen hat.

Fazit: Es ist zwar sehr selten, dass ein Board so einen Schaden hat, aber man kann sich auch nicht 100%ig auf das Ergebnis einer Festplattendiagnose verlassen.

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