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Kostenlose Angebote im Netz – selbst darüber wird gemeckert

22.07.09 (Internet)

Irgendwie habe ich es momentan mit Spiegel Online. Obwohl die Seite eine meiner Hauptinformationsquellen ist, muss ich jetzt schon wieder was kritisieren. Es geht um den Artikel über eine Erweiterung von Google, um sich den Mond mit Google Earth ansehen zu können. Bezahlen muss man für diese Dienste kein Geld, der Preis ist allerdings die Übermittlung der Nutzergewohnheiten und was weiß ich noch alles an Google. Das weiß man inzwischen und ich persönlich habe damit nicht das Riesenproblem. Ich finde es jedoch legitim, dass ein Unternehmen wie Google bei seinen Angeboten, für die man nichts bezahlen muss, weitere Produkte anpreist bzw. gleich mit installiert werden.
Spiegel Online hat damit offenbar ein größeres Problem, denn am 22.12.2008 wurde bereits darauf hingewiesen, dass bei der Installation von Google Earth standardmäßig Google Chrome gleich mit installiert wird. Aber warum wird das kritisiert? Niemand ist gezwungen, Google Earth zu benutzen, niemand muss für das Standardprogramm, was für die meisten ausreicht, etwas bezahlen. Genauso, wie für alle anderen Dienste von Google, wie z.B. Google Maps, Google Mail, Google Docs und so weiter.

Man kann die marktbeherrschende Stellung von Google kritisieren, eine Gefahr für ein unabhängiges und vielfältiges Internet besteht meines Erachtens schon. Auf der anderen Seite hat Google das nicht mit illegalen oder unsauberen Methoden geschafft, sondern einfach, weil sie innovative Produkte entwickelt haben und das immer noch tun. Schließlich ist es ja nun wirklich nichts Neues, dass bei Softwareinstallationen zusätzliche Programme mit installiert werden. Um 2 Beispiele zu nennen: Bei iTunes wird der Quick Time Player einfach automatisch installiert, obwohl man den nicht zum Musik abspielen braucht, bei der Installation von ATI Grafikkartentreibern wird einem auch gleich das Programm Steam mit aufgedrückt, sofern man nicht an der Stelle beherzt die Installation abbricht. Und bei diesen beiden Beispielen zahlt der Nutzer Geld.

Ich verstehe die Aufregung nicht ganz. Natürlich macht sich Google und andere zu Nutze, dass der normale Anwender schnell jeweils auf „weiter“ und „ok“ klickt, ohne den ganzen Text durch zu lesen. Aber ist das nicht eher das Problem des Anwenders?

Fazit: Vieles kann man im Internet nutzen, ohne Geld dafür zu bezahlen. Sich dann aber aufzuregen, dass die Anbieter ihre Produkte anbieten (kostenlos!) finde ich einfach ein bisschen kleinlich.

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