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Internetbetrug mit Hilfe von Western Union – wer das macht, ist selber schuld

06.05.10 (Internet)

In Spiegel Online ist heute ein großer Artikel über Betrug im Internet. Überwiegend geht es bei den verschiedenen Betrugsmethoden um Bezahlung über Western Union, die weltweit Filialen unterhalten. Man muss als Bezahler dort vor Ort persönlich mit Vorlage seines Ausweises das Geld bar einzahlen und den Namen und die Adresse des Empfängers angeben. Der kann sich Sekunden nach der Einzahlung irgendwo in der Welt bei einer Western Union-Filiale das Geld dann auszahlen lassen. Dabei muss zwar auch ein Ausweis vorgelegt werden, doch das ist keine wirkliche Hürde. Ich frage, mich, wie man sich auf so etwas einlassen kann.

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In den Medien und vor allem im Internet selbst wird allerorten vor Betrügern und Gangstern gewarnt. Trotzdem gibt es offenbar immer noch genug Leute, die jede Vorsicht vergessen, wenn sie im Internet unterwegs sind. Bei ebay ist die Masche mit Western Union besonders beliebt. Wie groß muss da die Freude über ein vermeintliches Schnäppchen sein, wenn da keine Alarmglocken schrillen, wenn der Verkäufer als Zahlungsmethode nur über Western Union zulässt? Das Problem bei Western Union ist, dass nicht wirklich verfolgbar ist, wer das eingezahlte Geld bekommt. Entweder ist der Ausweis selbst gefälscht oder aber, noch besser, Mitarbeiter von Western Union machen einfach gegen Bezahlung bei dem Betrug mit. Im Spiegel-Artikel ist von Rumänien die Rede, immerhin EU-Mitglied. Dort scheint das Ganze wie am Schnürchen zu laufen. Spätestens dann, wenn ich bemerke, dass der Verkäufer nicht in Deutschland sitzt, lasse ich eine Bargeldzahlung auf jeden Fall sein. Ich wundere mich bloß, wie sorglos und leichtsinnig die Leute ihr Geld ausgeben. Vielleicht hängt es wirklich mit der privaten Atmosphäre zusammen, die ja meistens herrscht, wenn man im Internet ist, es ein denn man sitzt an einem öffentlichen Rechner. Aber im eigenen Wohnzimmer hat man möglicherweise einfach weniger Misstrauen. Ich weiß es nicht, aber irgendeine Begründung dafür muss es geben. Ich bezweifle, dass alle diese betrogenen Internetnutzer im „real life“ genauso unvorsichtig sind.

Also, bitte, schaut Euch die Leute, die Euch im Netz etwas verkaufen wollen, genau an. Welche Konditionen bietet er, welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es und kann man etwas über bereits getätigte Geschäfte des Verkäufers in Erfahrung bringen? Faustregel: Wenn ein Verkäufer nur die Zahlungsmöglichkeit über Western Union oder ähnliche Bargelddienste anbietet, sollte man nicht weiter über das Angebot nachdenken und die Seite verlassen.

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