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Horst Köhler und VfL Wolfsburg

23.05.09 (Politik, Wirtschaft und Gesellschaft)

Heute ist Horst Köhler für fünf weitere Jahre von einem merkwürdigen Gremium namens Bundesversammlung, deren Zusammensetzung so keiner richtig versteht, zum Bundespräsidenten gewählt worden. Ebenfalls heute wurde der VfL Wolfsburg Deutscher Fußballmeister. Glückwunsch an Herrn Köhler und an die Wolfsburger, aber beide Ereignisse gehen an mir irgendwie vorbei.

Bei der Bundespräsidentenwahl hat man schon seit langem das Gefühl, dass das eine abgekartete Sache der Parteien ist, Köhler wurde beim ersten Mal nur Bundespräsident, weil Merkel und Westerwelle sich auf ihn einigten. Und mal ehrlich, Köhler ist ja nicht unsympathisch, aber der Bundespräsident ist doch eher eine Witzfigur. Politiker schwafeln von der Würde des hohen Amtes und der Respekt vor dem protokollarisch ersten Mann im Staat. Aber in der Realität ist er nicht viel mehr als der Grüß-August. Deshalb ist mir und auch vielen Leuten aus meinem Umfeld wirklich egal, ob Frau Schwan oder Herr Köhler Bundespräsident(in) wird. Für wen hat das denn in seinem mühsamen Alltag irgendeine Bedeutung? Außerdem nervt mich dieses Wahlverfahren. Es ist doch so, dass das Volk von außen zusieht, wie ihr Präsident von einem wie gesagt seltsamen Gremium gewählt wird. Ich denke, man würde dieses Amt enorm aufwerten, wenn man den Präsidenten vom Volk wählen lassen würde. Aber dann könnten die Parteien nicht hin und her schachern, zumindest nicht bei dieser Personalie, also ist nicht davon auszugehen, dass das geändert wird.

Wolfsburg ist Meister, verdient wie, ich finde, aber auch irgendwie unspektakulär, ohne Stars und Dramen. Ich gebe es an dieser Stelle zu, ich sympathisiere für den FC Bayern, da ich in München geboren und aufgewachsen bin, ist das legitim. Und die Bayern hätten den Titel nun wirklich nicht verdient, man muss sich vielmehr wundern, dass die nach so einer schlechten Spielzeit auf Platz 2 sind. Das spricht denn auch nicht unbedingt für die Qualität der Bundesliga. Ein angeschlagener FC Bayern kann zwar nicht Meister werden, hat aber einen direkten Champios League Platz und Wolfsburg, mit denen keiner wirklich gerechnet hat, holt die Meisterschaft. Selbst in dem Jahr, in dem Bayern richtig schwächelt, schafft es weder Hamburg noch Bremen noch Stuttgart. Und Hertha war meiner Meinung nach nie ein ernst zu nehmender Meisterschaftskandidat (in Berlin darf man das sagen, Berliner haben die angenehme Eigenschaft, dass sie sich selbst über die Hertha mitunter lustig machen).

Irgendwie alles nicht besonders aufregend, vielleicht werden noch die Wahlen in diesem Jahr spannend, an denen sich das Volk direkt beteiligen darf.

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