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Google verbannt Windows von seinen Mitarbeiter-PC’s

01.06.10 (Internet, PC Probleme)

Wie auf der Website der Financial Times USA gemeldet wird, darf bei Google aus Sicherheitsgründen nur noch in Ausnahmefällen Windows auf den Mitarbeiter-PC’s verwendet werden. Google nimmt dazu nicht offiziell Stellung, Mitarbeiter haben es aber ohne Nennung ihrer Namen ausgeplaudert, dass sie kein Windows mehr benutzen dürfen. Der Ursprung dieses Verbotes liegt in dem chinesischen Hackerangriff auf Google Netzwerke im Januar dieses Jahres.

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Wenn so ein Weltkonzern bis auf wenige Ausnahmen vollständig auf Windows Betriebssysteme verzichtet, macht das schon nachdenklich. Neuen Mitarbeitern wird nur noch die Wahl zwischen MacOS, Linux oder Chrome OS gelassen. Softwareentwickler dürften davon allerdings ausgeschlossen sein, schließlich bietet Google auch Desktop-Software für Windows an, z. B. Google Earth. Der Marktanteil von Windows Betriebssystemen lag im Februar 2010 weltweit bei 92,12%. Mit anderen Worten, Millionen und aber Millionen von PC’s weltweit sind nach Google’s Ansicht ein nicht akzeptables Sicherheitsrisiko. Ich will das auch nicht bezweifeln, die meisten Sicherheitslücken gibt es nun mal bei Windows. Ich arbeite selbst seit 1993 mit Windows und seit dem Start des frei zugänglichen Internets war mir auch bewusst, dass das Betriebssystem das unsicherste ist. Aber das es so krass ist, dass ein Unternehmen deshalb Windows weitgehend verbannt, hätte ich nicht gedacht. Man kann aber auch einen anderen Schluss ziehen. Eben, weil Windows so einen marktbeherrschenden Anteil hat, wird überwiegend für dieses Betriebssystem Schadsoftware geschrieben, weil man damit den größtmöglichen Erfolg erzielen kann. Es ist nun mal so, dass man sein Windows unbedingt mit einer Firewall und einer Antivirus-Software absichern muss oder eine Komplettlösung (Internet Security) verwendet. Ich gebe hier jetzt keine Empfehlungen ab, weil sich die Testergebnisse für derartige Software fast jeden Monat ändern. Noch wichtiger ist jedoch, dass man ein Bewusstsein entwickelt, wenn man im Internet unterwegs ist. Oft werden Warnmeldungen weggeklickt, ohne sie gelesen zu haben oder gar die Sicherheitssoftware abgeschaltet, weil die mit vielen Meldungen und Fragen nervt. Noch übler ist es, konkrete Warnungen zu ignorieren und auf OK zu klicken, damit es weiter geht. Erlebe ich oft bei Kunden. Also, ich hatte noch nie einen wirklich üblen Virus auf dem Rechner, der sich nicht bereinigen ließ. Man muss Vorsorge treffen, dann kann gar nicht so viel passieren.

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