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Depeche Mode Konzert im Olympiastadion Berlin

11.06.09 (Berlin)

Gestern, Mittwoch, war ich (mein Frau und 2 ihrer Freundinnen) beim Konzert von Depeche Mode im Berliner Olympiastadion. Wir fuhren vom Prenzlauer Berg mit U- und S-Bahn hin, mit dem Auto wollten wir uns das nicht antun, zumal man mit der Eintrittskarte kostenlos hin und zurück fahren konnte. Zu den beiden Vorbands M83 (kenne ich nicht) und Polarkreis 18 (derzeitiger Hit: Allein, Allein) kamen wir nicht mehr rechtzeitig, da waren wir aber nicht die Einzigen. Die meisten Leute standen noch draußen, als wir ankamen, die Vorbands und vor allem deren absichtlich schlecht eingestellter Sound (damit Depeche Mode umso besser klingt) gehen einem irgendwie auf die Nerven.

Ich bin kein totaler Fan von Depeche Mode, aber ich hatte die Karte von einem Bekannten bekommen und meine Frau und deren Freundinnen sind echte Fans. Da begleite ich doch gerne 3 hübsche Frauen. Bereits auf dem Weg zum Stadion wurde deutlich, dass der Abend eine Ü-30-Party wird. Ich habe wirklich keine jüngeren Leute gesehen, zum Teil waren die Leute über 50. Nicht dass mich das gestört hätte, ich bin selbst 44, nein, ich habe mich nur gewundert, dass Depeche Mode keine jüngeren Fans anzieht. Bösartige Zungen behaupten ja gerne, Depeche Mode bringt nur alle 2 Jahre ein neues Album heraus, um einen Anlass zu haben, wieder auf Tour zu gehen. Um und dann auf den Konzerten die alten Gassenhauer (hier die Setlist) aus den 80er und 90er Jahren zu spielen. Aber das ist genau das, weswegen man 70,00€ dafür hinlegt, mir hat es jedenfalls erneut (nach insgesamt 4 Depeche Mode Konzerten seit den 90ern) gefallen. Die Bühne, das Licht und vor allem der Sound waren sehr gut. Wir waren im Innenraum und leider gab es einige um uns herum, die auch wunderbar in die Fankurve von Hertha gepasst hätten. Aber sobald das Konzert anfing, waren alle auf die Show fixiert und es kam gute Partystimmung auf. Bemitleidenswert finde ich die Versuche vieler Konzertbesucher, mit ihren Standard-Digitalkameras oder noch besser mit dem Handy brauchbare Aufnahmen zu machen. Das kann nicht funktionieren, zu wenig Licht und viel zu weit weg. Da ist wieder einiger Datenschrott produziert worden, der wahrscheinlich mittlerweile auf den PC’s schlummert und da bleiben wird, bis der Rechner entsorgt ist.

Der Sänger und Frontmann Dave Gahan hatte vor einigen Wochen extreme Magenprobleme, bei einer gründlichen Untersuchung entdeckte man dann einen Tumor in der Blasengegend. Vor vier Wochen wurde ihm dieser operativ entfernt und er musste auf ärztliches Anraten eine 3-wöchige Pause einlegen. Deshalb wurden die Konzerte in dieser Zeit verschoben. Dave Gahan merkte man diese gesundheitliche Krise allerdings überhaupt nicht an. Er wirkte sehr, sehr fit und auch stimmlich war er voll da. Meine Frau hatte die Band zuletzt am Ende einer Tour erlebt und war damals enttäuscht, weil seine Stimme hörbar mitgenommen war. Dieses Mal hatte die Band drei Wochen Zeit, sich auszuruhen und das merkte man auch.

Insgesamt ein sehr gelungener Abend ohne Misstöne, nur die Heimfahrt war aufgrund zu wenig eingesetzter S-Bahnen etwas beschwerlich.

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