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Datenrettung bei altem PC mit einigen Hürden

09.06.09 (PC Probleme)

Der schon etwas betagte (ca. 6-7 Jahre alte) PC eines Kunden wollte nicht mehr starten. Er hängte sich jeweils kurz vor dem Erscheinen der Icons auf dem Desktop auf und brachte einen Blue Screen (Fehlermeldung auf blauem Hintergrund) mit folgendem Code:
Stop: 0x0000008E und weitere Parameter, wie bei diesen Stop-Fehlern üblich. Dieser Fehler ist einer der unangenehmeren, weil so viele Ursachen dafür in Frage kommen: Hardwaredefekt, Treiberproblem, Bios-Einstellungen, Virus bzw. Malware. Gott sei Dank wollte der Kunde nur die Daten gerettet haben, zur Diagnose dieses Fehlers hätte ich den PC auf jeden Fall mitnehmen müssen und weil der Fehler so eklig ist, war ich darüber ganz froh, dass das nicht notwendig war.

Der Kunde hatte sich bereits einen neuen PC besorgt, der mit Windows XP betriebsbereit war. In seinem alten PC waren 3 Festplatten verbaut, wovon 2 nicht genutzt wurden, die wichtigen Daten lagen auf der Boot-Platte. Ich versuchte erst mal den bequemsten Weg, nämlich den PC mit einer Boot-CD erstellt mit Bart PE zu starten, um die Daten auf eine mit angeschlossene externe Festplatte zu sichern. Leider lief dieses System auch nicht richtig, beim Öffnen des Dateimanagers fror er beim Einlesen der Laufwerke ein. Diese Erscheinung kenne ich bei defekten Festplatten, also habe ich die beiden unwichtigen Festplatten vom Rechner gekappt und wieder mit CD gebootet und es klappte wieder nicht. Also gut, jetzt hatte ich noch 2 Möglichkeiten: Die Festplatte ausbauen und mittels IDE-USB Adapter (die Platte wird dann einfach als externes Laufwerk erkannt) an den neuen Rechner anschließen und dann die Daten kopieren oder die Festplatte in den neuen Rechner einbauen und intern kopieren. Da es eine Menge an Daten war, entschied ich mich für die zweite Variante, da die Datenübertragung intern wesentlich schneller als über USB. Ich baute die Boot-Platte aus dem alten Rechner aus und musste die Platte noch auf Slave jumpern, was bei IDE-Platten notwendig ist, bei SATA-Platten, die für den Privatanwenderbereich seit ca. 2004 verkauft werden, gibt es diese Unterscheidung mit Master und Slave nicht mehr. Das Motherboard in dem neuen Rechner hatte natürlich SATA-Anschlüsse, es gab nur noch einen IDE-Anschluss an dem das DVD-Laufwerk dran war. Um Zeit zu sparen, zog ich das DVD-Laufwerk ab und schloss die Festplatte daran, dann noch Strom dran und wir starteten den neuen Rechner. Wunderbarerweise bootete der Rechner einwandfrei und die provisorisch angeschlossene Festplatte wurde korrekt erkannt. Nach einer kurzen Erklärung, wie er nach erfolgreichem Sichern seiner Daten die Platte wieder ausbaut und das DVD-Laufwerk wieder anschließt, verabschiedete ich mich von dem erleichterten Kunden. Trotz der Verzögerung hatte das Ganze nur 40 Minuten gedauert, für den Kunden war das mehr als akzeptabel.

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