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Das „alte“ Windows 7 auf den neuen Laptop übertragen

01.10.12 (PC Probleme)

Es war mal wieder soweit, mein Sony Vaio VGN-BZ11XN tut zwar immer noch gute Dienste, aber er ist mittlerweile knapp 3 Jahre alt und von den Leistungsmerkmalen einfach nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Ich habe mir den Lenovo Z580 geholt und wollte unbedingt mein auf dem Sony bestehendes Windows-System weiter nutzen. Also musste es auf den Lenovo übertragen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es gelungen und alles läuft perfekt.

Wie soviele PC-Nutzer ist auch bei mir ein Umstieg auf einen neuen Rechner eigentlich der Horror. Windows neu installieren geht ja noch oder das wie bei dem Lenovo bereits installierte nutzen. Wobei mir eine reine Windows-Installation dann lieber wäre, weil ich dann ganzen Dreck, den keiner braucht, nicht auf den Rechner hätte. Antivirus und Office Probeversionen, Dienstprogramme und Registrierungen, sinnlose Spiele usw.

Das Schlimme sind die Programme, bei mir speziell Programme, die teilweise aufwendig aktiviert werden müssen bei einem Wechsel auf einen anderen Rechner. Und natürlich die Überspielung der persönlichen Dateien, das dauert alles und im Grunde genommen ist es gestohlene Zeit.

Also habe ich es gewagt, das Windows 7 auf dem Sony auf den Lenovo zu übertragen. Kollegen aus einem PC-Laden haben mir dafür die Paragon Backup & Recovery empfohlen. Zuerst habe ich den Sony mit angschlossener externer USB-Festplatte und eingelegter Paragon Boot-CD gestartet. Es erscheint ein Windows – Fenster mit verschiedenen Optionen, die auch recht ausführlich erklärt werden. Ich wählte das Festplattenbackup und sicherte die gesamte Festplatte des Sony Notebooks in einer Image-Datei auf die externe Festplatte. Das hat ca. 2 Stunden gedauert, was okay ist. Man kann währenddessen etwas anderes machen und muss nicht stumpf auf den Bildschirm glotzen und abwarten, bis irgendwelche Installations- oder Kopiervorgänge abgeschlossen sind. Nach der Meldung, dass der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde, fuhr ich den Sony herunter, legte die Boot-CD in den Lenovo, schloss die USB-Platte mit dem Image an und bootete das Notebook von der Paragon-CD. Jetzt machte ich eine Recovery der Sicherung auf das Lenovo. Dann einen Neustart, wieder mit CD, denn so würde das Windows-System nicht starten, weil einfach die richtigen Treiber fehlen, vor allem die AHCI-Treiber für den SATA-Anschluss der Festplatte. Dafür gibt es auf der Paragon-CD ein Tool, mit dem man die Treiber in das auf der Platte vorhandene Betriebssystem einbinden kann. Die Treiber habe vorher von der Original-Installation von Lenovo vom Rechner auf einen USB-Stick kopiert, alternativ kann man sie auch von der Lenovo Website herunterladen.

 

Ich hatte nicht nachgesehen, welchen Chipsatz der Lenovo hat, deshalb musste ich ein wenig herumprobieren. Bei der Auswahl der *.inf-Dateien prüft das Paragonprogramm, ob es für den ausgewählten Treiber die passenden Hardware gibt. So findet an die richtigen Treiber heraus. Es gibt auch die Option, alle Treiber automatisch installieren zu lassen, aber das habe ich nicht durchführen wolle, weil eine saubere Treiberinstallation aus dem Windows sicher besser ist. Also habe ich nur die SATA-Treiber und die Prozessortreiber installiert, damit Windows starten kann.

So war es dann auch, Windows fuhr so hoch, wie ich es vom Sony kannte. Nach der Installation aller Treiber lief das Lenovo dann auch spürbar schneller und flüssiger als das Sony. Obwohl ich einige Programme doch mit E-Mail-Korrespondenz neu aktivieren musste, war die Maßnahme für mich ein voller Erfolg. Nicht nur, dass die beiden Partitionen, die es auf dem Sony gab 1:1 übertragen wurden, es wurde auch die jeweilige Partitionsgröße auf die neue Festpattengröße des Lenovos angepasst (Sony: 500GB Festplatte, Lenovo: 1000GB Festplatte). Alle Verknüpfungen und Einstellungen haben funktioniert. Um unnötigen Ballast loszuwerden, habe ich noch die nicht mehr benötigten Sony-Dienstprogramme deinstalliert.

Fazit:
Ein erfolgreiches Umziehen eines bestehenden Windows 7 auf einen neuen PC ist nicht so schwer. Wichtig ist allerdings, dass das Windows nicht allzu vermüllt und bereits sehr langsam ist. Diesen ganzen Müll nimmt man natürlich mit und das bremst den neuen Rechner genauso aus. Ist das Windows-System ohnehin in einem schlechten Zustand, ist eine Neuinstallation des Betriebssystems die bessere Wahl.

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