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Bundespräsidentenwahl und die Twitteraffäre

27.05.09 (Politik, Wirtschaft und Gesellschaft)

Ich beziehe mich mal auf die News von Winfuture, bei der es um die Bekanntgabe des Wahlergebnisses der Bundespräsidentenwahl via Twitter vor der offiziellen Bekanntmachung geht. Die ganze Diskussion ist schon sehr verlogen und geheuchelt.

So wie ich das sehe, ist die Bundespräsidentenwahl eh ein ziemlich abgekartetes Spiel, von der Würde des Amtes ist da meiner Ansicht nach nicht mehr viel übrig. Und dann regen sich Vertreter unserer politischen Klasse auf, dass durch die Twitter-Aktion das Amt beschädigt werden würde. Ist doch lächerlich, jetzt diese Aktion als unwürdig anzusehen. Unwürdirg war zum Beispiel das Geschachere um den Kandidaten für das Bundepräsidentenamt vor 5 Jahren zwischen Merkel und Westerwelle, ausgerechnet in Westerwelle’s Küche. Damals hatte sich keiner aufgeregt. Ich fürchte einfach, dass „die“ nicht mehr merken, in was für einer Scheinwelt sie leben und dabei auch noch glauben, vor dem (Wahl-) Volk glaubwürdig zu sein.

Es wirft jedoch noch ein anderes Licht auf unsere Politiker. Ich gebe es zu, ich mag Twitter nicht und benutze es auch nicht. Dass unsere Volksvertreter twittern, mag ja hip und auf der Höhe der Technik sein. Aber was soll das? Hinzu kommen unsägliche Formulierungen, die dann im Netz stehen. Beispiele: Die Abgeordnete Jukia Klöckner (CDU) gibt aller Welt bekannt: „Müssen nachzählen, Differenz – ah, jetzt stimmts. Umschläge werden geöffnet. Melde mich mal ab wg. Auszählgeheimnis„. Und als Krönung: „Leute, ihr könnt in Ruhe Fußball gucken. Wahlgang hat geklappt!“ und „Bundes-Hotte hält Dankes/Antrittsrede – toll!!!!„. Toll, was unsere Elite da so ins Netz absondert, da bekommt man richtig Lust auf die Wahlen in diesem Jahr.

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