PC Blog Berlin über PC Probleme

direkt vom Prenzlauer Berg

  • Top Kommentatoren

Älterer Toshiba Satellite Laptop – System schaltet sich plötzlich ab

29.06.09 (PC Probleme)

Eine Kundin brachte mir verzweifelt ihren Toshiba Satellite Laptop, ca. 4 Jahre alt. Der Laptop schaltete sich während des Betriebs plötzlich und ohne Vorwarnung einfach aus. Dazu gibt es noch eine Vorgeschichte: Die Kundin hatte den Laptop bereits bei einem bekannten Computer-Filialisten wegen dieses Problems gebracht. Die hatten einen Festplattentest durchgeführt und danach Windows XP neu installiert. Der Fehler aber blieb….

Bevor man sich auf die Suche nach der Ursache macht, führe ich normalerweise eine Datensicherung durch. Diese entfiel in diesem Fall, die Kundin hatte ihre Daten auf einer externen Festplatte gesichert. Zuerst denkt man beim plötzlichen Abschalten eines Systems an ein Temperaturproblem. Ich hatte bereits mehrere Toshiba Satellite aus diesen „Jahrgängen“ und bei allen hatte sich in den Schlitzen des Kupferkühlkörpers immens viel Staub angesammelt, die Frischluftzufuhr war mehr oder weniger blockiert. Meiner Meinung nach ist das ein Konstruktionsfehler bei diesen Generationen von Toshiba-Laptops. Ich startete also den Rechner, Windows lief normal hoch und ich konnte eine portable Version von Everest vom USB-Stick starten. Everest liefert zum Einen eine komplette detaillierte Übersicht über die installierte Hard- und Software (sehr nützlich für die Treiberinstallation, wenn das betreffende Gerät nicht eindeutig aus dem Gerätemanager hervorgeht), zum Anderen gibt es diverse Testwerkzeuge, unter anderem einen CPU-Stresstest, der auch die aktuelle Temperatur anzeigt. Der Test ergab, dass die CPU zu schnell zu heiß wurde. Die Temperatur kletterte auf über 80° Celsius, dann beendete ich den Test, um ein erneutes Abschalten zu verhindern.

Gott sei Dank kommt man bei diesen Satellite Modellen ziemlich einfach an Lüfter und Prozessor ran. Ich zog den Stromstecker ab, nahm den Akku raus und schraubte am Boden des Laptops die CPU-Lüfterabdeckung auf. Da sah man auch schon, dass die Kühlschlitze total mit Staub zugesetzt waren, da kam kaum noch Luft durch. Ich baute den Lüfter ab und reinigte ihn und die Kühlschlitze mit Druckluft. Wenn man schon mal den Prozessorlüfter abgebaut hat, sollte man auch die Wärmeleitpaste erneuern. Hier gibt es eine gute bebilderte Anleitung, dort wird das mit einer CPU eines Desktop PC’s gezeigt, ist aber bei einem Laptop das gleiche Verfahren.

Wie ich mir bereits gedacht hatte, war die Wärmeleitpaste auf der CPU nur noch als harte Brösel vorhanden. Ich säuberte die CPU und die Auflage beim Lüfter von den alten Resten und trug neue Wärmeleitpaste auf. Dann habe ich wieder alles sauber zusammengesetzt und den Rechner wieder gestartet. Und siehe da, Everest meldete mir beim Leerlauf der CPU unter 50° Celsius, unter Volllast blieb er stabil bei ca. 60°, was absolut im grünen Bereich liegt. Der guten Ordnung halber habe ich danach nochmal die Festplatte und Arbeitsspeicher getestet, um eine Beschädigung durch die Hitzeentwicklung auszuschließen. War alles in Ordnung und der Laptop lief wieder stabil.

Ich möchte mich hier nicht über die Konkurrenz auslassen, deshalb nenne ich hier auch keinen Namen, aber diese „Reparatur“ für knapp 100,00€ ist wirklich kein Ruhmesblatt für diese alteingesessene PC-Firma.

[ad#unter-artikel]

 

PC Blog Berlin über PC Probleme is powered by WordPress | ZyRed Theme von ZyBlog